Kindred Group unter Beschuss der norwegischen Aufsichtsbehörde
Die norwegische Glücksspielaufsichtsbehörde hat der Kindred Group ein strenges Ultimatum gestellt: Stellen Sie die Bereitstellung unlizenzierter Online-Casinospiele und Sportwetten über ihre Marke Unibet ein, oder bereiten Sie sich auf schwerwiegende finanzielle Strafen vor. Die potenzielle Unibet Norwegen Strafe beträgt 1,2 Millionen NOK (ca. 135.000 US-Dollar) für jeden Tag, an dem das Unternehmen die Vorschriften nicht einhält. Sollte Unibet seinen Betrieb fortsetzen, könnte sich die kumulierte Strafe auf kolossale 437 Millionen NOK (48,6 Millionen US-Dollar) belaufen, was dem geschätzten jährlichen Bruttogewinn des Unternehmens aus dem norwegischen Markt entspricht.
Norwegens strenges staatliches Glücksspielmonopol
Um diesen Konflikt zu verstehen, muss man die einzigartige Regulierungslandschaft Norwegens betrachten. Das Land unterhält ein strenges Glücksspielmonopol, wobei nur zwei Einheiten legal operieren dürfen:
- Norsk Tipping: Ein staatliches Unternehmen mit exklusiven Rechten zum Anbieten von Lotterien, Keno und Sportwetten.
- Norsk Rikstoto: Eine weitere staatliche Firma, die ausschließlich Pferderennen und ausgewählte andere Sportwettdienste verwaltet.
Jeder andere Betreiber, einschließlich international bekannter Marken wie Unibet, wird innerhalb der Landesgrenzen als illegal betrachtet.
Ein langjähriger Rechtsstreit
Dies ist kein neues Problem. Bereits vor fast drei Jahren erließ die norwegische Aufsichtsbehörde eine erste einstweilige Verfügung gegen Trannel International, die Kindred-Tochtergesellschaft, die Unibet in der Region betreibt. Die anschließenden Berufungen von Kindred beim Kulturministerium und beim Lotterieausschuss wurden beide abgelehnt.
Trotz der anhängigen rechtlichen Anfechtungen schreitet die Regulierungsbehörde mit der Durchsetzung voran und signalisiert eine geringe Toleranz gegenüber unlizenzierten Aktivitäten.
Trannel International hat die Angelegenheit durch einen Antrag auf gerichtliche Überprüfung beim Osloer Bezirksgericht eskaliert, wobei eine Anhörung für Mai 2022 angesetzt ist. Die Regulierungsbehörde hat jedoch beschlossen, die Entscheidung des Gerichts nicht abzuwarten, da klare Beweise dafür vorliegen, dass Unibet norwegische Spieler durch lokalisierte Dienste, einschließlich norwegischer Sprachunterstützung und Transaktionen in norwegischen Kronen, aktiv angesprochen hat.
Regulierungsärger erstreckt sich auf Dänemark
Die regulatorischen Schwierigkeiten von Kindred sind nicht auf Norwegen beschränkt. Kürzlich erhielt Unibet eine Warnung von Spillemyndigheden, der dänischen Glücksspielbehörde, wegen Verstößen gegen die Anti-Geldwäsche-Vorschriften (AML). Die Behörde stellte fest, dass ein Spieler über zwei Jahre hinweg 1,4 Millionen DKK (rund 215.000 US-Dollar) einzahlen durfte, ohne dass Unibet die Herkunft der Gelder ausreichend untersucht hatte. Diese sich häufenden Probleme in regulierten europäischen Märkten stellen eine erhebliche Herausforderung für die Zukunft des Betreibers dar.





