Deutscher Regulator untersucht FIFA-Prognosepartner
Deutschlands Bundesglücksspielaufsichtsbehörde, die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL), hat eine Untersuchung gegen ADI Predictstreet eingeleitet. Die Prüfung konzentriert sich darauf, ob der Prognosemarkt-Betreiber, ein hochrangiger Partner der FIFA, deutschen Kunden ermöglichte, Wetten auf die Weltmeisterschaft ohne die erforderliche lokale Lizenz zu platzieren. Diese Maßnahme unterstreicht die Strenge des aktuellen Rahmens der deutschen Glücksspielregulierung.
Obwohl das in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Unternehmen eine Lizenz aus Gibraltar besitzt, berechtigt diese nicht zum Betrieb im regulierten deutschen Markt. Die GGL prüft mögliche Verstöße gegen nationale Werberegeln und ob deutschen Einwohnern unangemessen Zugang zu den Diensten von ADI Predictstreet gewährt wurde.
Nach der Intervention der GGL hat ADI Predictstreet Berichten zufolge den Zugang für Nutzer in Deutschland blockiert. Besucher aus dem Land sehen nun eine Meldung: „Zugang von Ihrem Standort (DE) ist eingeschränkt.“ Dieser Schritt wurde von einem GGL-Sprecher bestätigt, der bemerkte, dass der Anbieter nach ergriffenen Aufsichtsmaßnahmen reagierte.
Umfassenderes europäisches Vorgehen gegen Prognosemärkte
Diese Untersuchung ist kein Einzelfall. Sie spiegelt eine wachsende Besorgnis in ganz Europa hinsichtlich unlizenzierter Prognosemärkte wider. Neun europäische Regulierungsbehörden, darunter jene aus Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden, gaben eine gemeinsame Warnung vor den mit diesen Plattformen verbundenen Risiken heraus.
Die Behörden versprachen, die Durchsetzung zu koordinieren, und verwiesen auf erhebliche Verbraucherrisiken. Dazu gehören Marktmanipulation, Betrug und das Potenzial für ernsthafte Suchtprobleme aufgrund fehlender Schutzmaßnahmen wie Einsatzlimits oder Altersüberprüfungen.
„Diese Plattformen sind nicht lizenziert. Sie bieten keinerlei Schutzmaßnahmen... Die Kombination aus Sichtbarkeit, Zugänglichkeit und der viralen Natur, die dieser Art von Plattform eigen ist, schafft einen erheblichen Suchtkreislauf.“
Trotz des zunehmenden regulatorischen Drucks setzt ADI Predictstreet seine internationalen Expansionsbemühungen fort. Das Unternehmen kündigte kürzlich eine Partnerschaft mit Kalshi für Co-Branded-Weltcup-Inhalte an, während die FIFA bekräftigte, dass ihre Partnerschaft allen Governance-Verfahren entsprach.
Österreich schlägt umfassende Online-Glücksspielreform vor
In weiteren europäischen Regulierungsnachrichten hat Österreich seine Gesetzesvorschläge zur Liberalisierung des österreichischen Online-Glücksspiels zur öffentlichen Konsultation gestellt. Stakeholder haben bis zum 15. Juli Zeit, Feedback zu einem Rahmenwerk zu geben, das einen vollständigen Marktstart im Oktober 2027 anstrebt und das langjährige Monopol von Win2Day beenden soll.
Der Gesetzesentwurf skizziert strenge Bedingungen für neue Lizenznehmer. Betreiber müssen ein Mindeststammkapital von 10 Millionen Euro vorweisen und eine Lizenzgebühr von 70.000 € zahlen. Darüber hinaus müssen Unternehmen in einer Gerichtsbarkeit ansässig sein, in der österreichische Gerichtsurteile vollstreckbar sind, eine klare Antwort auf legislative Maßnahmen wie Maltas kontroverses Bill 55.
Eine Abkühlphase wird ebenfalls vorgeschlagen. Betreiber, die im Graumarkt aktiv sind, müssen ihre Aktivitäten bis zum 1. Januar 2027 einstellen, um für eine Lizenz berechtigt zu sein, wobei Verstöße zu einem 18-monatigen Verbot führen.
Wichtige Lizenzierungs- und Spielerschutzmaßnahmen
Österreichs vorgeschlagenes Rahmenwerk führt robuste Spielerschutzregeln ein, die darauf abzielen, verantwortungsvolles Spielen zu fördern. Die neuen Vorschriften würden der nationalen Behörde erhebliche Befugnisse verleihen, einschließlich der Möglichkeit, Zahlungs- und IP-Blockierungsanordnungen gegen unlizenzierte Betreiber zu erlassen.
Die folgende Tabelle fasst einige der wichtigsten vorgeschlagenen Spielerlimits und -bedingungen zusammen:
| Merkmal | Vorgeschlagene Regel |
|---|---|
| Markteinführung | Oktober 2027 |
| Lizenzgebühr | 70.000 € |
| Mindeststammkapital | 10 Mio. € |
| Wöchentliches Einzahlungslimit (18-26) | 250 € |
| Monatliches Einzahlungslimit (>26) | 1.680 € |
| Maximaler Einsatz | 5 € |
| Maximale Gewinne | 10.000 € |
| Mindestdrehdauer | 2 Sekunden |
| Obligatorische Spielpause | Nach 90 Minuten |
Delaware North vereinheitlicht Gaming-Sparte als Ember Entertainment
Jenseits des Atlantiks hat das US-amerikanische Gastronomie- und Unterhaltungsunternehmen Delaware North ein bedeutendes Delaware North Rebranding angekündigt. Das Unternehmen vereinheitlicht seine Casinos, digitalen Gaming-Plattformen und sein Treueprogramm unter einer neuen, einzigen Marke: Ember Entertainment.
Die Änderung betrifft mehrere der etablierten Marken des Unternehmens. Das Betly Online-Casino in West Virginia ist jetzt Ember Casino, das auch in New Jersey eingeführt wurde. Die Betly und MVGBet Sportwetten sind jetzt Ember Sportsbook, während das Social Casino Lucky North Casino zu Ember Jackpot Casino wurde.
Das beliebte Lucky North Rewards Programm wurde ebenfalls in Ember Rewards umgewandelt, wodurch es enger mit der neuen Omnichannel-Markenidentität integriert wird. Jason Gregorec, Präsident des neu benannten Ember Entertainment, erklärte, der Schritt schaffe eine kohärente Identität, die den modernen Verbrauchererwartungen entspricht und das Unternehmen für zukünftiges Wachstum positioniert.




